Die GeoSphere Austria gibt eine orange Hitzewarnung für die Landeshauptstadt Innsbruck ab heute, Mittwoch, aus. Parallel dazu wird ab morgen, Donnerstag, die orange Hitzewarnstufe auf die Bezirke Innsbruck-Land, Schwaz und Kufstein ausgeweitet. Bereits in den letzten Tagen wurden in Tirol laufend Tageshöchstwerte über 30 Grad Celsius gemessen. Vor allem der urbane Raum – insbesondere der Ballungsraum Innsbruck – ist stark von der Hitzeperiode betroffen: Am Samstag erwartet die GeoSphere Austria Spitzenwerte von bis zu 38 Grad Celsius in Innsbruck.
Speziell für ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen stellen anhaltend hohe Temperaturen eine Gefahr dar. Das Land Tirol appelliert daher an die Eigenverantwortung der Bevölkerung und erinnert an wichtige Maßnahmen zum Schutz vor der Hitze. „Hitzephasen sind längst keine Ausnahme mehr, sondern eine gesundheitliche Herausforderung, auf die wir uns vermehrt einstellen müssen. Für viele Menschen können Temperaturen über 30 Grad schnell zur Belastungsprobe werden. Wer allerdings rechtzeitig vorsorgt, ausreichend trinkt und auf die Warnsignale seines Körpers achtet, kann sein persönliches Gesundheitsrisiko deutlich reduzieren. Einige einfache Tipps helfen dabei, gesund durch die heißen Tage zu kommen“, informiert Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele.
Maßnahmen gegen die starke Hitzebelastung
Während länger andauernder Hitzeperioden steigt das Risiko einer Dehydrierung – an heißen Tagen sollte man daher auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern täglich achten. Ebenso empfiehlt sich leichte, gut verdauliche Kost sowie das Vermeiden körperlicher Anstrengungen in den heißesten Stunden des Tages. Besonders wichtig ist es zudem, Warnsignale des Körpers wie Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschwäche oder Erschöpfung zu beachten – diese Anzeichen können nämlich auf eine Überhitzung hinweisen. Bei hitzebedingten Notfällen sollten Betroffene umgehend in den Schatten gebracht, gekühlt und mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. Falls erforderlich, sollte man bei Notfällen unbedingt den Rettungsdienst alarmieren. Weitere Tipps zum Umgang mit Hitze sind in der untenstehenden Factbox oder unter www.tirol.gv.at/hitze nachzulesen.
Factbox: Verhaltenstipps bei Hitze
Gesunder Wasserhaushalt:
Trinken Sie ausreichend, regelmäßig und abwechslungsreich. Getränke wie Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte eignen sich besonders gut.
Leichter Sommerspeiseplan:
Essen Sie viel wasserreiches Obst und leichte Kost wie gedünstetes Gemüse.
Kurzfristige Kühlung:
Kühlen Sie Kopf, Nacken, Hände und Füße mit feuchten Umschlägen, einer kalten Dusche oder kühlenden Wassersprays.
Vorsicht statt Nachsicht:
Bleiben Sie aufmerksam und achten Sie auf Symptome wie Schwindel, Benommenheit, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschmerzen, Erschöpfung oder verschwommenes Sehen. Diese deuten auf eine Überhitzung hin und können auch lange nach dem Aufenthalt in der Hitze auftreten. Bei Medikamenten sollte auf die richtige Lagerung geachtet werden. Starke Temperaturschwankungen können die Wirksamkeit einzelner Medikamente beeinflussen.
Erste Hilfe im Ernstfall:
Bei allen hitzebedingten Notfällen ist Erste Hilfe wesentlich: Begeben Sie sich in den Schatten, kühlen Sie den Körper mit feuchten Tüchern und trinken Sie ausreichend! Wenn notwendig, setzen Sie auch einen Notruf ab!